Für alle denen es noch nicht aufgefallen ist, dass die neueren BMW Modelle über eine LED Kennzeichenbeleuchtung verfügen: Es ist so
Als ich das zum ersten mal gesehen habe, kam in mir sofort das “HabenWill” Gefühl auf.
Zu diesem Thema gibt es in dieversen Foren bereits kleinere Einbauanleitungen, jedoch fehlt hier und da immer etwas.
Aus diesem Grund habe ich hier meinen Erfahrungsbericht nieder geschrieben. Ich hoffe er hilft euch weiter.
Bitte denkt dran, dass der Nachbau auf eigene Gefahr ist.
Zeitaufwand und Kosten
Für den Umbau müsst ihr ca. 1 – 1,5h rechnen
Preislich liegt der Umbau inkl. aller Teile bei rund 25-30€
Vorwort
Bei den aktuellen BMW Modellen wird so ziemlich alles Überwacht. Fällt eine Komponente aus, piepst es hier und leuchtet da. Auch die Kennzeichenbeleuchtung wird überwacht. Warum ich das schreibe?
Die Überwachung bei Fahrzeugen mit Soffitten als Leuchtmittel prüft auf ca. >3W. Eine LED Leuchte “zieht” nur ca. 0,8W. Aus diesem Grund “denkt” der Boardcomputer des Fahrzeuges, dass die Birne kaputt ist und schlägt an.
Hier mal ein Paar Bilder zur Verdeutlichtung:
Damit das nicht passiert gibt es nur 2 Möglichkeiten:
- Die Diagnosefunktion der Lampen abschalten
- Der Lichtüberwachung “vorgaukeln” dass eine normale Sofitte verbaut ist.
Als Bastler habe ich mich für das “vorgaukeln” entschieden
Material
- 2x Kennzeichenleuchten LED (BMW: 6326 7 193293)
- 2x Steckergehäuse (BMW: 6113 6 925634)
- 4x Kabel mit Kontakten (BMW: 6113 0 005 197 )
- 4x Kontakte für Original Stecker (BMW: 9113 1 376 191)
- 2x Steckergehäuse (BMW: 6113 1 378 106)
- 2x Lastwiderstand 5W 180OHM (Conrad: 428024 – 62)
- Schrumfschlauch oder Isolierband
- Kabelbinder
Dann braucht man noch einen Lötkolben samt Lötzinn, einen breiten Schraubendreher und einen Seitenschneider.
Aus- & Umbau
Zuerst müssen die Kennzeichenleuchten bis auf das große schwarze Steckergehäuse zusammen gebaut werden.
Hier sieht man die Kennzeichenleuchte mit Steckverbinder und Kabel. Das Weiße ist der Lastwiderstand, welcher zu Testzwecken parallel zu der Versorgungsspannung (13,5V) geschaltet wurde.
Durch den Widerstand steigt die Leistung von 0,8W auf 2W an.
Nun muss der Lastwiderstand fest mit der Kennzeichenleuchte verbunden werden. Aus diesem Grund habe ich je ein kleines Stück der Kabelisolierung entfernt und den Widerstand dort angelötet. Anschließend habe ich die lötstellen mit Schrumpfschlauch isoliert und mit einem Kabelbinder die Leitungen vor Zug geschützt.
Anschluss-Schema:
Kleiner Nebeneffekt des Kabelbinders: Die Auflagefläche und somit auch die Temperatur an dieser Stelle wird minimiert.
Temperatur? Ja, die Mehrleistung will ja schließlich irgendwo hin, bzw. kommt ja irgendwo her. Deshalb heißt der Widerstand ja auch Lastwiderstand. Der “Mehrverbrauch” wird hier in Wärme umgewandelt. Gemessen hatte ich bei Raumtemperatur eine Flächentemperatur des Widerstandes von 64°C.
Wie wir bereits oben gesehen haben, reicht es nicht aus, nur einen Widerstand zu verbauen. Es scheint zwar bei manchen Fahrzeugen zu klappen, mit je einem Widerstand pro Kennzeichenleuchte ist man aber auf der sicheren Seite!
Nun muss man noch die Anschlusspins der Fahrzeugseite befestigen und diese dann in das Gehäuse einrasten lassen.
Nun kann alles eingebaut werden.
Die original Kennzeichenleuchten werden mit Hilfe eines breiten Schlitzschraubendrehers demontiert. Wie dies genau geht, steht im Fahrzeughandbuch (sorry, aber nach 2-3 Mails hab ich die Demontagebilder wieder raus genommen)
Das wars. Vorher/ Nachher Bilder spare ich mir, die gibt es ja bereits genug
Ich hoffe, dass ich nichts vergessen.













Lediglich der Umschalter des Gateway muss auf “Gateway 500 Modus” stehen.







